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(26.08.2016)

Die Sternwarte in Remplin wird restauriert

Ich verfolge dieses Projekt schon seit ein paar Jahren und bin begeistert von dem was die  „Berlinern“ da geschafft haben. Glückwunsch!

 

(18.08.2016)

Ein tolle Veranstaltung, welche ich hier gerne mit einem Link  unterstütze!

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(12.08.2016)

„Die ganze Welt zum Mitnehmen“ Ein biedermeierlicher Taschenglobus (um 1820)

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Der Erdglobus befindet sich in einer zylindrischen Pappschachtel welche mit blauem Papier und dem Bild eines Navigators beklebt ist. Er ist in deutscher Sprache beschriftet. Als Hersteller findet sich ein „M“ im Rund und darunter P.S. (siehe Bild). Taschengloben aus dem 19. Jahrhundert sind sehr selten (Durchmesser Globus: ca. 6 cm, Höhe/Durchmesser Pappschachtel: ca. 7 cm). Diesen hier gebe ich aus meiner Sammlung ab.

(05.08.2016)

„Das Fernrohr des Sternfreundes“ Instrumente für die Popularisierung der Astronomie

Noch im frühen 19. Jahrhundert war es ein Privileg weniger Sternfreunde mit einem eigenen Teleskop den Himmel zu betrachten. Astronomische Beobachtungsinstrumente waren zu dieser Zeit für breite Schichten der Bevölkerung praktisch unerschwinglich. So entsprach um 1830 der Preis eines kleinen, parallaktisch aufgestellten Kometensuchers in etwa dem Jahresgehalt eines Universitätsprofessors. Sternfreunde griffen daher nicht selten auf günstige Zugfernrohre zurück welche mit astronomischen Okularen und einer Baumschraube ausgerüstet durchaus zur Beobachtung des Erdmondes oder der großen Planeten geeignet waren.

Um die Jahrhundertwende trugen vor allem Volksbildungsvereine wie beispielsweise die1888 gegründete Berliner Gesellschaft „Urania“ Popularisierung der Astronomie bei. In eigenen, zum Teil gut ausgestatteten Volkssternwarten ergab sich nun die Möglichkeit für weniger betuchte Sternfreunde mit einem großen Fernrohr zu beobachten. Neben diesen oft mehrere tausend Mitglieder zählenden Bildungsvereinen fanden sich aber auch kleinere Vereinigungen wie zum Beispiel das Hamburger „Vollmond-Kränzchen“ zusammen.

Vielen Liebhaberastronomen ging es bei ihren Beobachtung nicht nur um gelegentliches Spazierenschauen sondern  um ernstzunehmende astronomische Forschungsarbeit. So verwundert es heute nicht, das bis in das 20. Jahrhundert hinein Beiträge von Privatsternwarten in Fachzeitschriften publiziert und diskutiert wurden. Einige dieser Amateure standen hierbei ihren Fachkollegen weder in der Qualität ihrer Forschungsergebnisse noch mit dem verwendeten Equipment nach. So waren Privatsternwarten wie beispielsweise die 1924 erbaute Zeiss-Sternwarte des Nobelpreisträgers und späteren Vorstandsvorsitzenden der I.G. Farben, Carl Bosch (1874-1940) in Heidelberg mit einem modernen Großteleskopen der Firma Carl Zeiss ausgestattet.

Das sich mit der Popularisierung der Astronomie auch Geld verdienen lies zeigte sich an dem heute gänzlich ausgestorbenen Beruf, des sogenannten Straßenastronomen. Sie waren um 1900 mit ihren mobilen Teleskopen in vielen Städten unterwegs undgewähtren für ein ein paar Kreuzer unter fachkundiger Anleitung einen Blick durch ihre Teleskope.

Sinkende Preise für optisches Glas und automatisierte Fertigungsverfahren in der Feinmechanik ermöglichten es Firmen wie Carl Zeiss in Jena, G. & S. Merz in München oder Goerz in Berlin günstige Teleskope für Amateurastronomen anzubieten.

Ein interessantes Thema! Mehr dazu bei meinem Vortrag auf der AKAG Tagung in Bochum, bei dem es um die technische Entwicklung der Amateurfernrohre im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert gehen wird. (Link zur AKAG Tagung in Bochum)werbung01

(17.05.2016)

Zünftig wird’s mit Hoagascht am 3. Juni

im Gasthof Herzogstand in Benediktbeuern. Zu zünftiger Musik und einem deftigen Abendessen halte ich einen Vortrag über die Optiker Dynastie Merz aus Bichl. An diesem historischem Ort freue ich mich natürlich ganz besonders darauf etwas über die wechselvolle Geschichte der Merz’schen Werkstatt zu berichten.
(Fr. 03.06.2026, Beginn 19:00 Uhr, Eintritt 4.- Euro, Gasthof Herzogstand in Benediktbeuern)

(24.03.2016)

Kometensucher „gesucht“

Schon seit vielen Jahren bin ich auf der Suche nach einem Zeiss 80 mm Kometensucher. Vielleicht kennt ja der eine oder andere Leser noch ein käufliches Exemplar? Selten sind diese Instrumente allemal und so ist mir während meiner ganzen Sammelei in den letzten Jahren nur ein Exemplar untergekommen – da hatte ich dann leider zu lange gewartet. Ich hab hier einfach einmal ein paar Bilder eingestellt um diese tollen Fernrohre vor dem Vergessen zu bewahren.

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(12.02.2016)

DSCF1140„Rama dama“

Über die letzten Jahre hat sich bei mir doch so einiges an wissenschaftlichen Instrumenten und Büchern angesammelt – nun brauch ich Platz! Ich möchte mich daher von einigen Dingen aus meiner Sammlung trennen. Einiges davon nehme ich auch auf die Stuttgarter Fotobörse am 28.02.2016 mit. Darunter viele Mikroskope, Fernrohre, Bücher und historische Fototechnik. Manches biete ich auch bei einem bekannten Internetauktionshaus an. Am besten einfach mal via E-Mail nachfragen was genau gesucht wird.

 

(04.02.2016)

Ab sofort kann das beim Tredition Verlag in der Reihe Nuncius Hamburgensis erschienene Buch zur Geschichte des Firma Merz in München auch im Buchhandel erworben werden. Frau Professor Wolfschmidt hat als Herausgeberin neben einem Vorwort noch ein umfangreiches Namensregister hinzugefügt. Mit vielen farbigen Abbildungen sind wir dem Wunsch einiger Sammler und Museen entgegengekommen, so dass jetzt neben der digitalen Version auch ein Nachschlagewerk auf Papier vorliegt.

Gebundene Ausgabe: 620 Seiten
Verlag: Tredition (31. Dezember 2015)
ISBN-10: 3732328856
ISBN-13: 978-3732328857
Preis: 53,90 €

 

(03.12.2015)

Es war schon eine kleine Sensation, als Frau Dr. Irmgard Müsch heute im Landesmuseum Württemberg eines der ältesten noch erhalten Fernrohre aus der dort verwahrten Kunstkammer der Herzöge von Württemberg vorstellte. Frau Müsch ist Kuratorin für den Sammlungsschwerpunkt Uhren, wissenschaftliche Instrumente, Plansammlung und Spielzeugsammlung im Schlossmuseum Aulendorf. Das nun vorgestellte Teleskop galiläischer Bauart könnte so Müsch um 1640 in Italien oder Augsburg entstanden sein. Diese frühe Datierung stützt sich vor allem auf eine umfassende Untersuchung des am Chicagoer Adlerplanetarium arbeitenden Fernrohrexperten Marvin Bolt.
Bolt sah vor allem die ungewöhnliche Ausführung des Okularauszugs mit drei etwa gleich großen Ringen sowie die für das frühe 17. Jh. übliche Samtumwickelung des Tubus als einen deutlichen Hinweis für diese Epoche. Nicht unüblich dagegen war es bei der Innenverkleidung der Tuben bedruckte Buchseiten zu verwenden. Bei dem vorliegenden Fernrohr wurde hierfür eine religiöse Hetzschrift aus dem Jahre 1619 „recycelt“. Die zwei weiteren grünen Fernrohre sind deutlich jünger und laut Inventar wohl erst Mitte des 18. Jh. in die herzogliche Kunstkammer gekommen.
Fernrohre aus der ersten Hälfte des 17 Jh. sind sehr selten. Das nun vorgestellte Instrument reiht sich mit seiner Datierung immerhin in die Top 30 der weltweit ältesten Fernrohre ein. Es soll bald in einer Dauerausstellung zur württembergischen Kunstkammer im Landesmuseum Stuttgart dauerhaft ausgestellt werden.

(30.06.2015)

Anlässlich des 250. Geburtstages des Astronomen und Geodäten J. G. F. Bohnenberger (1765-1831) wurde in Altburg (Calw) seine restaurierte Sternwarte und ein Bronze-Büste welche den Wissenschaftler zeigt eingeweiht. Ein Besuch lohnt sich! Auch wenn das kleine Sternwarten Gebäude leer steht kann sich der interessierte Besucher auf dem ebenfalls heuer eröffneten „Altburger-Bohnenberger-Geschichtsweg“  sehr gut über die Zeit Bohnenbergers informieren.


(29.05.2015)

Einsteinturm01_kEin Keramik-Modell des zwischen 1919 und 1922 erbauten Einsteinturm etwa im Maßstab 1:200. Auch nach intensiver Recherche konnte ich bislang nicht den Hersteller dieser ansprechenden Skulptur finden. Sie hat eine Höhe von etwa 10 cm und einen Sockel von etwa 15 x 15 cm. An einer Seite dieses Sockels befindet sich die Inschrift „BPB 94“.Auf der Unterseite ist ein Aufkleber mit: „Erich Mendelsohn Germany Einstein Tower Potsdam, 1917 – 21“ angebracht. Welcher Leser kann hier weiterhelfen?

 


(27.05.2015)

Ein sehr interessanter Film über die Restaurierung eines alten Merz Amateurteleskops.  Ein Beitrag von Romke Schievink – Sehenswert!

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