{"id":2326,"date":"2025-01-15T16:12:15","date_gmt":"2025-01-15T14:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/?page_id=2326"},"modified":"2025-01-30T10:58:40","modified_gmt":"2025-01-30T08:58:40","slug":"themenauswahl","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/?page_id=2326","title":{"rendered":"Reichenbachscher Kreis"},"content":{"rendered":"\n<h2>Der Reichenbachsche Kreis und die alte Bohnenberger-Sternwarte in T\u00fcbingen<\/h2>\n\n\n\n\n\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-2326 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.meridiankreis.de\/?attachment_id=2347'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.meridiankreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-2347\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2347'>\n\t\t\t\tFr\u00fche Fotografie der Sternwarte (um 1913)\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.meridiankreis.de\/?attachment_id=2348'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.meridiankreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/2-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Fundzustand des Instruments (2002)\" aria-describedby=\"gallery-1-2348\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2348'>\n\t\t\t\tFundzustand des Instruments (2002)\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.meridiankreis.de\/?attachment_id=2345'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.meridiankreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/3-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-2345\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2345'>\n\t\t\t\tDetail des Horizontalkreises im Fundzustand (2002)\n\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.meridiankreis.de\/?attachment_id=2350'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.meridiankreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/4-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-2350\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2350'>\n\t\t\t\tDas eingelagerte Instrument (2012)\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.meridiankreis.de\/?attachment_id=2351'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.meridiankreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/5-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-2351\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2351'>\n\t\t\t\tRestaurierung der Bohnenberger-Sternwarte (2017)\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.meridiankreis.de\/?attachment_id=2352'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.meridiankreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/6-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-2352\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2352'>\n\t\t\t\tErneuerte Klappen des Beobachtungsspalts (2018)\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.meridiankreis.de\/?attachment_id=2353'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.meridiankreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/7-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-2353\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2353'>\n\t\t\t\tHeutiger Zustand des Ensembles (2025)\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.meridiankreis.de\/?attachment_id=2354'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.meridiankreis.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/8-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-2354\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-2354'>\n\t\t\t\tDer wieder eingebaute Kreis (2025)\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n\n\n\n<p><strong>Die Wiederentdeckung der Bohnenberger-Sternwarte<\/strong><br>Wer sich in T\u00fcbingen auf die Burgsteige Richtung Schlosshof begibt, entdeckt rechter Hand kurz vor dem zweiten Schlossportal ein kleines freistehendes Rundgeb\u00e4ude. Mit seinen grob bearbeiteten Sandsteinsegmenten erinnert es beim fl\u00fcchtigen Betrachten an einen Brunnen. Schaut man sich das Geb\u00e4ude mit dem Kegeldach und dem markanten Beobachtungsspalt aber etwas genauer an, so ahnt man vielleicht seine Funktion \u2013 es handelt sich um ein astronomisches Observatorium. Im Fr\u00fchjahr 2002 wurde in T\u00fcbingen ein Projekt zur Erfassung wissenschaftshistorisch relevanter Artefakte und \u00d6rtlichkeiten durchgef\u00fchrt. Hierbei stand auch die Begehung der Nordbastion von Schloss Hohent\u00fcbingen auf dem Programm. Nachdem sich bei der anberaumten Begehung des Areals keine Schl\u00fcssel zur Holzt\u00fcre des kleinen Rundbaus mehr fanden, wurde das T\u00fcrschloss kurzum mit einem \u201eDietrich\u201c ge\u00f6ffnet. Mit diesem Schritt begann vor \u00fcber 20 Jahren die wohl einzigartige Wiederentdeckung einer astronomischen Forschungsst\u00e4tte, welche sich in den vergangenen 200 Jahren praktisch unver\u00e4ndert wie eine Zeitkapsel an Ort und Stelle befand. Gebaut wurde das kleine Observatorium im fr\u00fchen 19. Jahrhundert unter der Direktion des Astronomen und Geod\u00e4ten Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger (1765-1831). Zusammen mit dem im Inneren der Kuppel erhaltenen Winkelmessinstrument der Firma \u201e<em>Reichenbach und Utzschneider\u201c<\/em> ist dieses Ensemble weltweit einzigartig. Das kleine Rundgeb\u00e4ude war Teil der ersten T\u00fcbinger Sternwarte, die bereits 1752 auf dem rund 40 Meter entfernten gro\u00dfen Nordostturm des Schlosses errichtet wurde. Dort gab es ebenfalls Beobachtungsm\u00f6glichkeiten, die aber seit dem R\u00fcckbau des Turmdaches in den 1950er Jahren verschwunden sind. Die Schloss-Sternwarte wurde \u00fcber einen Zeitraum von rund 200 Jahren von verschiedenen Astronomen genutzt. Sie ist somit ein bedeutender Teil der \u00fcber 500-j\u00e4hrigen Astronomiegeschichte T\u00fcbingens. Dem Astronomen J. G. F. Bohnenberger war die T\u00fcbinger Sternwarte ganz besonders wichtig. Er legt sogar den Nullpunkt der W\u00fcrttembergischen Landesvermessung an den m\u00e4chtigen Nordostturm des Schlosses.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger (1765-1831)<\/strong><br>Friedrich Bohnenberger war sicher der bedeutendste Astronom der T\u00fcbinger Schloss-Sternwarte. Er ist uns heute vor allem f\u00fcr seine Leistungen als Leiter der zwischen 1818 und 1840 durchgef\u00fchrten W\u00fcrttembergischen Landesvermessung bekannt. Sein Leben steht f\u00fcr eine typisch protestantische Gelehrtenkarriere zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts. Bohnenberger wurde am 5. Juni 1765 in Simmozheim bei Weil der Stadt geboren. Bereits sein Vater, der Pfarrer Gottlieb Christoph Bohnenberger (1732-1807) war sehr an naturwissenschaftlichen Ph\u00e4nomenen interessiert. Vor allem die noch junge Elektrotechnik hatte es ihm angetan. Friedrich wurde nach der Volksschule zun\u00e4chst von seinem Vater unterrichtet, bevor er &#8211; nun siebzehnj\u00e4hrig -1782 ins Stuttgarter Gymnasium Illustre aufgenommen wurde. Vermutlich entwickelte sich sein Interesse f\u00fcr die Astronomie und Geod\u00e4sie schon w\u00e4hrend seiner Stuttgarter Zeit. 1784 kam Friedrich Bohnenberger an das evangelische Stift in T\u00fcbingen. Wie bereits sein Vater, der auch in T\u00fcbingen studierte, sollte auch er Pfarrer werden. Neben Theologie h\u00f6rte Bohnenberger Vorlesungen zur Mathematik, Astronomie und Physik. Die theoretische Ausbildung am Stift war ausgezeichnet, die praktische dagegen weniger. So begann der Autodidakt Bohnenberger, selbst Winkelmessinstrumente zu entwickeln und zu bauen. Mittlerweile war Friedrichs Familie nach Altburg bei Calw umgezogen. Er besuchte sie dort regelm\u00e4\u00dfig und nutzte dort eine eigene kleine Sternwarte f\u00fcr seine Beobachtungen. 1789 schloss er seine Studienjahre in T\u00fcbingen ab. Zur\u00fcck in Altburg arbeitete er zun\u00e4chst als Vikar in der v\u00e4terlichen Pfarrei. Das Amt lie\u00df ihm gen\u00fcgend Zeit, um sich neben seinen Forschungen auch als Verfasser wissenschaftlicher Literatur zu besch\u00e4ftigen. Darunter ein viel beachtetes Lehrbuch zur astronomischen Ortsbestimmung und ein Entwurf zur Herstellung topographischer Karten. Mittlerweile hatte Bohnenbergers F\u00f6rderer Christoph Friedrich Pfleiderer (1736-1821) seine Anstellung an der Universit\u00e4t in T\u00fcbingen betrieben. Er begann als Assistent im Wintersemester 1795\/96. Zuvor unternahm Bohnenberger noch eine Forschungsreise nach Gotha und G\u00f6ttingen. Bohnenbergers Vorlesungen zur praktischen Astronomie und angewandten Mathematik waren gut besucht. Besonders seine perfekt vorbereiteten Experimente beeindruckten seine Studenten. Bohnenberger wurde 1803 Professor, 1815 Senatsmitglied und 1821 nach dem Tod seines Mentors Pfleiderer auch Leiter der Mathematik und Naturwissenschaft an der Universit\u00e4t. 1818, Bohnenberger war nun schon 53 Jahre alt, \u00fcbernahm er mit der Leitung der W\u00fcrttembergischen Landesvermessung sein letztes gro\u00dfes Projekt. Er verewigte die Sternwarte, indem er den Nullpunkt des w\u00fcrttembergischen Koordinatensystems in den Nordostturm des Schlosses legte. Vermutlich verwendete Bohnenberger seinen 1814 erworbenen Reichenbachschen Kreis zur Kontrolle dieses Fundamentalpunktes mit 48\u00b0 31\u2018 12,4\u2018\u2018 n\u00f6rdlicher Breite und 26\u00b0 42\u2018 51,0\u2018\u2018 L\u00e4nge \u00f6stlich Ferro. Die Fertigstellung der W\u00fcrttembergischen Landesvermessung im Jahr 1840 erlebte der mittlerweile geadelte und hochgeachtete Bohnenberger jedoch nicht mehr. Nach seinem Tod im Jahr 1831 reimte man in T\u00fcbingen: \u201eDie Sternwarte ist jetzt verwaist \/ seit Bohnenberger den Himmel selbst bereist.\u201c Mit diesen lieb gemeinten Worten erinnerten die T\u00fcbinger an einen ihrer gr\u00f6\u00dften Naturwissenschaftler.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das kleine Bohnenberger-Observatorium<\/strong><br>Kommen wir zur\u00fcck auf das eingangs schon erw\u00e4hnte Observatorium. \u00d6ffnet man seine h\u00f6lzerne Eingangst\u00fcre, so sieht man im Inneren vier runde, im klassizistischen Stil ausgef\u00fchrte Steins\u00e4ulen, welche an ihrem oberen Ende \u00fcber ein schmiedeeisernes Kreuz miteinander verbunden sind. Darin eingespannt und auf einem zentralen ovalen Messtischblock gelagert befindet sich der gro\u00dfe Reichenbachsche Wiederholungskreis. Es handelt sich hierbei um ein Winkelmessinstrument, auf dessen genaue Funktion wir noch n\u00e4her eingehen werden. Bleiben wir aber zun\u00e4chst bei dem kleinen Rundgeb\u00e4ude. Der umlaufend aus Eisen geschmiedete Zahnkranz am inneren Kuppelrand kann mittels einer Kurbel gedreht werden. Seine Holzkonstruktion ist mit aufeinander gefalzten Kupferblechplatten \u00fcberzogen. Das Kuppeldach selbst besitzt einen Doppelspalt, welcher f\u00fcr die Beobachtung des Sternenhimmels aufgeklappt werden kann. \u00d6ffnet man im Inneren die zwei sich gegen\u00fcberliegenden Fensterl\u00e4den, so tritt Licht in den wei\u00df verputzten Innenraum. Untersuchungen legen die Vermutung nahe, dass sich urspr\u00fcnglich ein Holzboden im Observatorium befand. Das Rundgeb\u00e4ude selbst ist aus unregelm\u00e4\u00dfig behauenen Sandsteinbl\u00f6cken errichtet. Sie scheinen aufgrund ihrer unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfe nicht so recht zusammenzugeh\u00f6ren. Es liegt daher der Verdacht nahe, dass f\u00fcr das Mauerwerk wahrscheinlich Abbruchschutt, m\u00f6glicherweise von dem 1647 gesprengten S\u00fcdostturm des Schlosses, als Baumaterial verwendet wurde. In der Mitte des kleinen Observatoriums steht der Reichenbachsche Wiederholungskreis, auch als Multiplikations- oder Repetitionskreis bezeichnet. Das Instrument besteht im Wesentlichen aus einer zentralen, drehbar gelagerten S\u00e4ule (Instrumentenachse) und zwei daran befestigten, mit Speichen versehenen Kreisen sowie einem Fernrohr. Der untere, fest mit der S\u00e4ule verbundene Kreis (Horizontalkreis) hat einen Durchmesser von gut 70 cm. Der seitlich an der S\u00e4ule angebrachte Kreis (Vertikalkreis) hat einen Durchmesser von rund 95 cm. Er besteht aus einem weiteren Kreissegment, welches innerhalb des Vertikalkreises gedreht werden kann und das Fernrohr tr\u00e4gt. Dieser Kreis wird Alhidadenkreis genannt. Das Instrument besteht im Wesentlichen aus Messing und ist mit einem transparenten Instrumentenlack (Lerchenharzterpentinlack) \u00fcberzogen. Die beiden Kreise dienen der Winkelmessung, sie sind jeweils mit einem feingeteilten Silberlimbus versehen. Die Ablesung der Winkelgrade erfolgt mit Hilfe von Lupen und Nonien. Das Fernrohr am Alihdadenkreis besa\u00df urspr\u00fcnglich ein Objektiv aus der Hand des ber\u00fchmten Optikers Joseph von Fraunhofer (1787-1826). Leider ist dieses Objektiv heute nicht mehr vorhanden. Mit einer \u00d6ffnung von 83 mm, einer Brennweite von 1300 mm, sowie einer etwa 130-fachen Vergr\u00f6\u00dferung war es zu seiner Zeit ein durchaus leistungsf\u00e4higes Fernrohr. F\u00fcr einen bequemen Einblick war urspr\u00fcnglich am okularseitigen Ende des Fernrohrs ein 90\u00b0-Winkelprisma angebracht. Das Okular selbst besa\u00df ein Fadenmikrometer. \u00dcber eine kleine Schiebe\u00f6ffnung in der Mitte des Fernrohrs kann mit Hilfe einer kleinen Petroleumlampe Licht in das Innere des Tubus gebracht werden. Durch diese k\u00fcnstliche Aufhellung ist es m\u00f6glich, das Fadenkreuz auch gegen den sonst dunklen Sternenhimmel deutlich zu erkennen. Kommen wir noch einmal auf den gro\u00dfen Vertikalkreis zur\u00fcck. An seinem Rand findet sich neben dem Herstellerhinweis \u201eReichenbach und Utzschneider in M\u00fcnchen\u201c auch das Auslieferungsjahr \u201e1815\u201c des Instruments. Der aus Silber gearbeitete Limbus ist in 360 Grad geteilt, wobei jedes Grad noch einmal mit 20 Unterteilungen versehen ist. Somit entspricht der Winkel zwischen zwei Teilstrichen genau 3 Winkelminuten bzw. 180 Winkelsekunden. Insgesamt ist also der Vertikalkreis mit 7200 Teilstrichen versehen. Das Gravieren des Silberlimbus war eine technische Meisterleistung. Diese Arbeit wurde \u00fcbrigens nicht von Reichenbach selbst, sondern h\u00e4ufig von seiner Frau Therese ausgef\u00fchrt. Ein ausgekl\u00fcgeltes Entlastungssystem mit Gewichten, Hebeln und Rollen nimmt die Last von den empfindlichen Lagern und sorgt zus\u00e4tzlich f\u00fcr eine weitestgehend verwindungsfreie Instrumentenlage. Einige Teile des Entlastungssystems sind nicht mehr erhalten. Zur Kontrolle der einwandfreien Aufstellung des Instruments waren mehrere Libellen (Wasserwaagen) angebracht, nur eine davon befindet sich noch am Instrument. Zur urspr\u00fcnglichen Ausstattung des kleinen Observatoriums geh\u00f6rte noch eine Pr\u00e4zisionspendeluhr von Ag\u00e9ron aus Paris. Diese wurde sp\u00e4ter von dem Universit\u00e4tsmechanikus J. W. G. Buzengeiger (1778-1836) mit einem modernen Kompensationspendel versehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Funktion des Instruments<\/strong><br>Der Reichenbachsche Multiplikationskreis reiht sich nach seinen Konstruktionsmerkmalen in die Instrumentenklasse der astronomischen Theodolite ein. Er wurde zur Bestimmung von Himmels\u00f6rtern, vorrangig von Sternen und Kleinplaneten, eingesetzt. \u00dcblicherweise wurden hierbei Zenitdistanzen, also der Winkelabstand zwischen dem Himmelsobjekt und dem Zenit, gemessen. Hierbei wurde zur \u00dcberpr\u00fcfung der exakten Aufstellung der Hauptinstrumentenachse ein sogenannter Quecksilberspiegel eingesetzt. Zu dessen horizontaler Spiegelfl\u00e4che die Instrumentenachse einen Winkel von exakt 90 Grad aufspannen musste. Um nun die Zenitdistanz eines Sterns zu bestimmen, wurde am Instrument zun\u00e4chst der innere Kreis (Alhidadenkreis) festgeklemmt. An diesem inneren Kreis ist auch das etwa 1,3 m lange Fernrohr befestigt. Nun wurde die Verniere-Skala, eine kleinere, gleitende Skala, die sich entlang des Alhidatenkreis befindet, abgelesen (1. Instrumentenablesung). Anschlie\u00dfend wurde die Klemmung des \u00e4u\u00dferen Kreises ge\u00f6ffnet und das Fernrohr in Richtung des Beobachtungsobjekts ausgerichtet. Die genaue Zentrierung auf das Objekt erfolgt dann mit Hilfe der Mikrometerschrauben, und zwar so lange, bis der Stern genau auf dem horizontalen Faden des Okulars zu liegen kam. Nun wurde mithilfe einer Pr\u00e4zisionspendeluhr die Zeit genommen und notiert. In einem zweiten Schritt wurde das ganze Instrument genau um 180\u00b0 im Azimut gedreht und dann festgeklemmt. Nun wurde die Klemmung des Alhidadenkreises ge\u00f6ffnet und das Fernrohr erneut auf das Beobachtungsobjekt ausgerichtet, bis der Stern auf dem horizontalen Faden des Mikrometers lag. Hierbei blieb der \u00e4u\u00dfere Kreis festgeklemmt. Nun wurde erneut die Zeit genommen und notiert. Der jetzt abgelesene Winkel entsprach genau der doppelten Zenitdistanz des Beobachtungsobjekts. Eine Wiederholung dieser Messung und eine anschlie\u00dfende Mittlung der Ergebnisse reduzierten die problematischen Instrumentenfehler etwas. Das Ablesen des Kreises erfordert gute Augen und viel Erfahrung. Die hierbei erreichbare Genauigkeit von etwa zwei Bogensekunden, wie sie Georg von Reichenbach Bohnenberger versprach, wurde jedoch nur indirekt erreicht. Man ermittelt die Winkelsekunden, vergleichbar dem Ablesen einer Schieblehre, mehr gesch\u00e4tzt als wirklich gemessen. Um sich eine Vorstellung dieses Messbereichs zu machen, gen\u00fcgen wenige Beispiele: 60 Bogensekunden, also eine Bogenminute, entsprechen etwa dem Winkel eines 1 Meter breiten Objekts aus einer Entfernung von rund 3,5 Kilometern, 20 Winkelsekunden etwa dem eines 1 Zentimeter gro\u00dfen Objekts aus etwa 100 Metern Entfernung und eine Bogensekunde dem Winkel einer 1-Euro-M\u00fcnze aus einer Entfernung von 4,8 Kilometern! Mit der angestrebten Messgenauigkeit von nur wenigen Bogensekunden lag man letztlich schon weit im Bereich des mechanisch bedingten Instrumentenfehlers des Multiplikationskreises.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Ironie der Geschichte<\/strong><br>Bohnenberger hatte sich bereits um 1802 einen 12-z\u00f6lligen Wiederholungskreis nach seinen W\u00fcnschen bei dem Mechanikus Wilhelm Gottlob Benjamin Baumann (1772-1849) in Stuttgart anfertigen lassen. Das Instrument war zwar gut, kam aber in seiner mechanischen Ausf\u00fchrung nicht an die Qualit\u00e4t der M\u00fcnchner Instrumente aus Utzschneiders Werkstatt heran. Als sich 1811 f\u00fcr Bohnenberger die Chance bot, einen astronomischen Kreis von Reichenbach f\u00fcr die T\u00fcbinger Sternwarte anzuschaffen, griff er verst\u00e4ndlicherweise zu. Ergab sich doch so f\u00fcr ihn die M\u00f6glichkeit, instrumentell mit den modernsten Observatorien seiner Zeit gleichzuziehen. Als 1814 das Instrument nach rund drei Jahren Bauzeit geliefert wurde, war es jedoch bereits veraltet. Mittlerweile arbeiteten einige seiner Kollegen mit einem deutlich leistungsf\u00e4higeren Instrument, dem Meridiankreis. Bohnenbergers Instrument litt wie alle gro\u00dfen Reichenbachschen Kreise an mechanischen Problemen. Positionsmessungen mit verschiedenen Instrumenten dieses Typs an ein- und demselben Stern erbrachten nicht selten mehrere 10-er Bogensekunden Abweichung. Reichenbach begr\u00fcndete das Problem folgenderma\u00dfen: \u201e[\u2026] <em>auf die Flexibilit\u00e4t der Metalle bey astronomischen Instrumenten, welche, wenn auch die Schwere noch so vorsichtig durch Hebel und Gegengewichte balansirt ist, manchmal doch nicht ganz gehoben ist, und in solchem Falle einen Constanten Fehler veranla\u00dft der mit den Zenith Abst\u00e4nden zunimmt. Multiplicirende Instrumenten sind, ihrer complicirten Construction wegen, diesem \u00dcbel mehr als nicht multiplizirende ausgesetzt.<\/em>\u201c<br>Reichenbach hatte das Problem erkannt und den nicht multiplizierenden Instrumenten daher eine h\u00f6here Genauigkeit zugeschrieben. Da f\u00fcr die Messung einer Sternposition die obere Kulmination durch den Himmelsmeridian in der Regel ausreicht, konnte auf die Bewegung im Azimut verzichtet werden. Damit reduzierten sich die Achsen auf nur noch eine, was den Instrumentenfehler erheblich reduzierte. Die Idee eines Meridiankreises war nicht ganz neu, sie geht auf den d\u00e4nischen Astronomen Olaf Christensen R\u00f8mer (1644-1710) zur\u00fcck, der mit seiner \u201eRota meridiana\u201c bereits 1704 den Prototyp dieser Instrumentenklasse entwickelt hatte. Wirklich nutzbar waren diese Instrumente aber erst mit den exakt geteilten Kreisen von Johann Georg Repsold (1770-1830) in Hamburg und sp\u00e4ter auch von Reichenbach. Ab etwa 1815 kam dann endg\u00fcltig der wissenschaftliche Durchbruch der Meridiankreise. Innerhalb kurzer Zeit bestellten f\u00fchrende Sternwarten wie K\u00f6nigsberg, G\u00f6ttingen, Turin, M\u00fcnchen, Ofen und Warschau die neuen Instrumente. Bohnenberger konnte jedoch kaum darauf hoffen, binnen der n\u00e4chsten Jahre die finanziellen Mittel f\u00fcr die Anschaffung eines Meridiankreises zu erhalten. Dass er mit seinem Instrument unzufrieden war, ist nicht nur zu vermuten, es zeigte sich letztlich auch daran, dass er keine mit dem Kreis gewonnenen Messergebnisse publizierte. Auch als Universalinstrument f\u00fcr geod\u00e4tische Messungen konnte der gro\u00dfe, station\u00e4r aufgestellte Kreis nicht verwendet werden. Zudem verf\u00fcgte Bohnenberger bereits \u00fcber ein transportables, 14-z\u00f6lliges Universalinstrument, ebenfalls von Reichenbach &amp; Ertel angefertigt. Ein sp\u00e4terer Umbau zum Meridiankreis, wie 1881 mit dem Mannheimer Multiplikationskreis geschehen, blieb dem T\u00fcbinger Instrument erspart. Vermutlich hat Bohnenberger mit dem Instrument zumindest den T\u00fcbinger Ortsmeridian \u2013 einer gedachten Linie durch den Ort in Nord-S\u00fcdrichtung von Pol zu Pol \u2013 bestimmt. H\u00e4tte Bohnenberger oder einer seiner Nachfolger das Instrument intensiv genutzt, so w\u00e4re es mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit mehrfach umgebaut und letztlich, nach voranschreitendem mechanischen Verschlei\u00df, auch abgebaut worden. So ist es heute als ein Gl\u00fccksfall zu werten, dass sich dieses Kleinod im Originalzustand erhalten hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eine Sternwarte im Dornr\u00f6schenschlaf<\/strong><br>Schon wenige Jahre nach Bohnenbergers Tod im Jahr 1831 geriet der Reichenbachsche Kreis in Vergessenheit. Seine Nachfolger zeigten wenig Interesse an dem technisch veralteten Instrument. Eine erhalten gebliebene Aufnahme des Fotografen Paul Sinner (1838-1925), welche um 1913 aus dem Fenster des Ostfl\u00fcgels gemacht wurde, zeigt das kleine Observatorium inmitten eines Gem\u00fcsebeets. Als man 1926 dem eben erst er\u00f6ffneten Deutschen Museum in M\u00fcnchen den Reichenbachschen Kreis zum Kauf anbot, lehnte Oskar von Miller (1855-1934) ab, geschenkt h\u00e4tte er ihn wohl sicher genommen. In den 1950er Jahren verlie\u00dfen die Astronomen endg\u00fcltig das Schloss und zogen auf die Waldh\u00e4user H\u00f6he. Mittlerweile war das kleine Observatorium von einem \u00fcppigen Blumenbeet umringt. Es passte sich so gut in den kleinen Park auf der Bastion ein. Vielleicht zu gut, denn viele der Besucher hielten das kleine Geb\u00e4ude wohl eher f\u00fcr einen Brunnen als f\u00fcr eine Sternwarte. In den 1980er Jahren gab es \u00dcberlegungen, den Reichenbachschen Kreis zu restaurieren. Ein aus diesen Tagen erhalten gebliebenes Foto zeigt den Innenraum und das Instrument in einem relativ guten Zustand. Aus der geplanten Wiederherstellung des Kreises durch die Werkstatt des Astronomischen Instituts wurde allerdings nichts. Als zwanzig Jahre sp\u00e4ter die T\u00fcre des Observatoriums erneut ge\u00f6ffnet wurde, bot sich ein ganz anderer Anblick. Mittlerweile waren Wurzeln in das Innere der Kuppel eingedrungen, welche die S\u00e4ulen der Montierung und das Instrument selbst umrankten. Gr\u00fcnspan hatte sich auf dem Messing ausgebreitet und Rost an den Eisenteilen breitgemacht. Zum Gl\u00fcck erkannten die Verantwortlichen rasch, dass es Zeit war, es vor dem v\u00f6lligen Verfall zu retten. Das Instrument wurde abgebaut und nach Esslingen an das Landesdenkmalamt zur Restaurierung abgegeben. Nicht selten wurden in der Vergangenheit historische Messinstrumente aufpoliert und somit quasi in einen Neuzustand versetzt. Dies blieb dem T\u00fcbinger Instrument zum Gl\u00fcck erspart und so konzentrierte man sich in Esslingen auf die Erhaltung und Konservierung des Fundzustands. Es wurde zun\u00e4chst zerlegt und fachm\u00e4nnisch gereinigt. Dabei zeigte sich, dass der originale Instrumentenlack aus Lerchenharzterpentinlack noch gro\u00dffl\u00e4chig erhalten war bzw. gesichert werden konnte. An den Lackfehlstellen waren durch Entzinkung, einer Korrosionsform, bei der Kupfer aus dem Messing ausgeschieden wird, bereits gr\u00fcnliche Ablagerungen entstanden. Diese konnten w\u00e4hrend der Konservierung des Instruments ebenfalls erfolgreich chemisch stabilisiert werden. Eine letztlich aufgebrachte Schutzschicht aus Wachs soll auch zuk\u00fcnftig das Messing und Eisen vor Korrosion sch\u00fctzen. Unterdessen wurde auch \u00fcber eine umfassende Restaurierung des Observatoriums nachgedacht. Um das Kegeldach im Bereich des Spaltes gegen eindringendes Regenwasser zu sch\u00fctzen, behalf man sich zun\u00e4chst mit einer Abdeckung des Daches durch eine Plane. Das \u201everpackte Observatorium\u201c war nun f\u00fcr einige Jahre fast schon ein gewohnter Anblick f\u00fcr die Besucher des Schlosses. Im Fr\u00fchjahr 2016 wurde das Geb\u00e4ude zun\u00e4chst bauarch\u00e4ologisch untersucht und kartiert. Gut ein Jahr sp\u00e4ter machte sich dann ein Team aus Restauratoren an die Sicherung des Geb\u00e4udes. Die Reinigung und Festigung des Mauerwerks, die Erg\u00e4nzungen im Bereich der Holzkonstruktionen und die Metallarbeiten am Dach zogen sich noch bis ins Fr\u00fchjahr 2018 hin. Die Projektsteuerung hatte die Verm\u00f6gen &amp; Bau des Landes Baden-W\u00fcrttemberg \u00fcbernommen. Mit Abschluss aller Arbeiten war das Bohnenberger-Observatorium in Bezug auf seine Grundfl\u00e4che eine der teuersten Denkmalsicherungen dieses Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bedeutung<\/strong><br>Sternwarten sind Forschungsst\u00e4tten, welche in der Regel \u00fcber viele Jahre genutzt werden. Nicht selten finden w\u00e4hrend dieser Nutzungsphase auch umfangreiche Umbauma\u00dfnahmen oder instrumentelle Ver\u00e4nderungen statt. Astronomie ist eine au\u00dferordentlich technikaffine und moderne Wissenschaft mit wenig Drang zur Nostalgie. Vor diesem Hintergrund wird die wissenschaftshistorische Bedeutung des kleinen Observatoriums auf der Nordost-Bastion von Schloss Hohent\u00fcbingen rasch deutlich. Hier hat sich, gleich einer Zeitkapsel, ein St\u00fcck astronomischer Forschung des fr\u00fchen neunzehnten Jahrhunderts erhalten und dies nahezu unver\u00e4ndert! Im s\u00fcddeutschen Raum sind nur wenige vergleichbare Objekte, wie beispielsweise die historische Sternwarte des Klosters Ochsenhausen aus dem Jahr 1788, erhalten. Dort hat sich aber gegen\u00fcber T\u00fcbingen nur ein Fragment eines gro\u00dfen Azimutalquadranten in der kleinen Eckkuppel des Klosterkonvents erhalten. Neben dem T\u00fcbinger Instrument wurden insgesamt noch sechs weitere gro\u00dfe Reichenbachsche Kreise gebaut. Keines der erhaltenen Instrumente steht heute, wie der T\u00fcbinger Kreis, an seinem urspr\u00fcnglichen Aufstellungsort. Vor allem dieser Umstand macht das T\u00fcbinger Ensemble heute weltweit einzigartig. Aus heutiger Sicht waren es wohl vor allem das rasch schwindende Interesse der Astronomen und die problemlose Integration des kleinen Observatoriums in die parkartige Anlage der Schlossbastion, welche letztlich zur Erhaltung dieses kulturhistorisch bedeutsamen Kleinodes gef\u00fchrt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiterf\u00fchrende Literatur:<br>&nbsp;<br>Ambronn, Leopold: Handbuch der astronomischen Instrumentenkunde &#8211; Eine Beschreibung der bei astronomischen Beobachtungen benutzten Instrumente sowie Erl\u00e4uterung der ihrem Bau, ihrer Anwendung und Aufstellung zu Grunde liegenden Principien. Bd. 1. Berlin: J. Springer, 1899<br>&nbsp;<br>Bruns, Paul: Die unter der Regierung seiner Majest\u00e4t des K\u00f6nigs Karl an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen errichteten und erweiterten Institute der naturwissenschaftlichen und der medizinischen Fakult\u00e4t. T\u00fcbingen: Laupp, 1889<br>&nbsp;<br>Dyck, Walther: Georg von Reichenbach. M\u00fcnchen. Selbstverlag des Deutschen Museums, M\u00fcnchen, 1912<br>&nbsp;<br>Herbst, Klaus-Dieter: Die Entwicklung des Meridiankreises 1700-1850 Genesis eines astronomischen Hauptinstrumentes unter Ber\u00fccksichtigung des Wechselverh\u00e4ltnisses zwischen Astronomie, Astro-Technik und Technik, GNT-Verlag, 1996<br>&nbsp;<br>Kl\u00fcpfel, Karl; Eifert, Max: Geschichte und Beschreibung der Stadt und Universit\u00e4t T\u00fcbingen. T\u00fcbingen: L.F. Fues, 1849<br>&nbsp;<br>Baumann, Eberhard: Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger, Pionier des Industriezeitalters. Stuttgart: Kohlhammer, 2015<br>&nbsp;<br>Kost, J\u00fcrgen: Wissenschaftlicher Instrumentenbau der Firma Merz in M\u00fcnchen (1838-1932). Bearbeitet und herausgegeben von Gudrun Wolfschmidt. Hamburg: tredition (Nuncius Hamburgensis \u2013 Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Naturwissenschaften, Band 40), 2015<br>&nbsp;<br>M\u00fcnzenmayer, Hans-Peter: Denkmalpflege in Baden-W\u00fcrttemberg-Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege, Heft 1\/05, 2005<br>&nbsp;<br>Pfleiderer, Christoph Friedrich: Inventarium der dem herz\u00f6glichen Collegio Illustri in T\u00fcbingen zugeh\u00f6rigen mathematischen und physikalischen Instrumenten und B\u00fccher, 1782, Universit\u00e4tsarchiv T\u00fcbingen, UA 117\/92<br>&nbsp;<br>Repsold, Johann A.: Zur Geschichte der astronomischen Messwerkzeuge von 1450 bis um 1830. Bd. 1. Leipzig: Verlag Emmanuel Reinicke, 1908<br>&nbsp;<br>Repsold, Johann A.: Zur Geschichte der astronomischen Messwerkzeuge von 1830 bis um 1900. Bd. 2. Leipzig: Verlag Emmanuel Reinicke, 1914<br>&nbsp;<br>Riekher, Rolf: Fernrohre und ihre Meister. Berlin : VEB Verlag Technik, 1957<br>&nbsp;<br>Trierenberg, Andor: Die Hof- und Universit\u00e4tsmechaniker in W\u00fcrttemberg im fr\u00fchen 19. Jahrhundert, Dissertation an der Universit\u00e4t Stuttgart, 2013<br>&nbsp;<br>Walter, Kurt: Vom Schlo\u00dfturm zur Waldh\u00e4user H\u00f6he, Astronomie in T\u00fcbingen in alter und neuer Zeit, T\u00fcbinger Bl\u00e4tter 69. Jg., 1982<br>&nbsp;<br>&nbsp;<br>&nbsp;<br>Beschreibung der Abbildungen:<br>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Fr\u00fche Fotografie der Sternwarte (Paul Sinner um 1913)<\/li>\n\n\n\n<li>Fundzustand des Instruments (2002)<\/li>\n\n\n\n<li>Detailbild des Horizontalkreises im Fundzustand (2002)<\/li>\n\n\n\n<li>Das in Esslingen eingelagerte Instrument (2012)<\/li>\n\n\n\n<li>Restaurierung der Bohnenberger-Sternwarte (2017)<\/li>\n\n\n\n<li>Erneuerte Klappen am Kuppelspalt (2018)<\/li>\n\n\n\n<li>Heutiger Zustand des Ensembles (2025)<\/li>\n\n\n\n<li>Der wieder eingebaute Reichenbachsche Kreis (2025)<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Copyright Text und Bilder J\u00fcrgen Kost (2025)<\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Reichenbachsche Kreis und die alte Bohnenberger-Sternwarte in T\u00fcbingen Die Wiederentdeckung der Bohnenberger-SternwarteWer sich in T\u00fcbingen auf die Burgsteige Richtung Schlosshof begibt, entdeckt rechter Hand kurz vor dem zweiten Schlossportal ein kleines freistehendes Rundgeb\u00e4ude. Mit seinen grob bearbeiteten Sandsteinsegmenten erinnert [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/page_fullwidth.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2326","page","type-page","status-publish","hentry","clearfix"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2326"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2326\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.meridiankreis.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}